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Nördliches Freiberger Land

Region Sächsische Schweiz
Tourverlauf Halsbrücke - Rothenfurth - Großschirma - Kleinvoigtsberg - Obergrunau - Bieberstein - Burkersdorf - Halsbrücke
Höhenmeter bergauf 427 m bergab 428 m
Länge 28 km
Schwierigkeitsgrad leicht-mittel

Die 28 km lange Wanderung durch das nördliche Freiberger Land beginnt in Halsbrücke und führt über Großschirma und Bieberstein wieder zurück zum Ausgangsort. Abbildung: Verlauf Wanderung durch das nördliche Freiberger Land Kartenmaterial Ideale Kartengrundlage für die Wanderung durch das nördliche Freiberger Land sind die amtlichen topographischen Karten im Maßstab 1:25.000. Diese hochwertigen Karten werden im Rahmen des "Tour Explorers Sachsen / Thüringen" angeboten, die den Streckenverlauf bereits beinhalten. Per Mausklick lässt sich die Tour direkt auf alle gängigen GPS-Geräte exportieren. Sowohl Streckenprofil als auch ein dreidimensionaler Flug entlang der Tour geben detailliert Auskunft über den Schwierigkeitsgrad. Den "Tour Explorer" mit ausgearbeiteten Radfernwegen und Weitwanderwegen gibt es für ganz Deutschland. Wir beginnen die Wanderung in Halsbrücke an der ehemaligen Grube “Beihilfe”. Die Betriebseinstellung dieser großen Grube erfolgte 1746. Erst 1861 begann man die “Grube Beihilfe-Erbstollen” wieder in Betrieb zu nehmen. Von 1874 bis zur Stilllegung im Jahre 1900 lieferte diese Grube 7171 kg Silber. 1935 erfolgte die Wiederinbetriebnahme der alten Grube. Erst nach dem II. Weltkrieg kam es zur erneuten Nutzung der hier lagernden Rohstoffe. Jetzt waren es Blei und andere Schwermetalle sowie Spurenelemente welche gewonnen wurden. 1968 wurde die Grube erneut geschlossen, der Abbau lohnte sich nicht mehr. Die Wanderung geht weiter, die Erzstraße entlang vorbei an Saxonia Edelmetalle bis zur Alten Meißner Landstraße. Wir gehen nach rechts dem Altväterberg hinunter bis zur Altväterbrücke. Diese Straßenbrücke stammt aus dem 16. Jahrhundert und führt über die Freiberger Mulde. Die Altväterbrücke wurde 1680 bis 1795 als Kunstgrabenaquädukt genutzt Dazu waren 12 Gewölbebögen auf maximal 24 m Höhe gemauert worden. Über das 1893 abgetragene, 188 m lange Aquädukt floss Münzbachwasser als Aufschlagwasser für die Grube “St. Anna samt Altväter”. Unser Wanderweg führt nach links Richtung Rothenfurth. An der Freiberger Mulde entlang erreichen wir den Ort. Am Ortseingang sehen wir rechts am Felsen Markierungen über den Hochwasserstand des Flusses aus verschiedenen Jahrhunderten. Der absolute Höchststand war 2002. Rothenfurth wurde um 1160 von den Herren von Bieberstein als einzige Bauernsiedlung im Tal der Freiberger Mulde angelegt. Später galt er als ausgesprochener Berg- und Hüttenarbeiterort. Die Kirche mit ihrer spätmittelalterlichen Bausubstanz, mit ihren Dachreiter wurde 1849 umgebaut. Sie besitzt eine schlichte Ausstattung. Der Annastollen war bis zur Fertigstellung des Rothschönberger Stollens der tiefste Entwässerungstollen im Freiberger Revier. Der Weg geht weiter über die Muldenbrücke nach Großschirma. Der Ort wurde urkundlich erstmals 1224 im Zusammenhang mit Besitzstreitigkeiten zwischen dem Kloster Altzella und den Herren von Nossen erwähnt. Vom 16. Jahrhundert bis 1900 und zwischen 1945 bis 1968 wurde intensiver Erzbergbau betrieben. Besonders von der Grube “Churprinz Friedrich August” sind noch zahlreiche bedeutende bergmännische Denkmale erhalten. So z.B. eines der größten und schönsten Huthäuser, Pulverturm, Bergwerkskanal, Kunstgräben und Stollnmundlöcher im Revier. Die Kirche mit ihrem Turm stammt wahrscheinlich von einem spätromanischen Vorgängerbau. Chor und Netzgewölbe stammen aus dem 15. Jahrhundert. Sie besitzt eine spätgotische Ausstattung. In Großschirma ca. 200m nach der Muldenbrücke überqueren wir einen Kunstgraben der zur ehemaligen Grube “Churprinz Friedrich August” führt. Ein Markierungszeichen (roter Strich) ist an einem Gebäude des ehemaligen Rittergutes und an einem Baum angebracht. Nach ca. 300m teilt sich der Wanderweg. Nach links führt der Radwanderweg Freiberger Mulde. Wir bleiben geradeaus auf der uns bekannten Markierung. Nach 100m kann man den Pulverturm des “Churprinzschachtes” besichtigen. Der Weg führt ca. 100m nach rechts. Zurück auf unserem Weg sehen wir nach 200m das erste Wegzeichen nach der Gabelung. Nach weiteren 200m erreichen wir an einer großen Eiche mit einer Sitzgruppe. Um eine Pause und den schönen Ausblick in die Natur zu genießen, sollte man noch ca. 300 Meter weiter wandern. Eine weitere Möglichkeit, eine Pause einzulegen, befindet sich nach Sitzgruppe ca. 500m direkt an der Mulde. Eine Tafel mit der Landkarte des Klosterbezirks Altzella ist vorhanden. Ein schöner Wander- und Radweg führt weiter, an der Mulde entlang bis zum Kahnhebehaus des “Erbschachtes. Ein Kunstgraben, der auch für den Erzkahntransport geeignet war, führte von der Erzwäsche bis nach Großschirma. Nach ca. 200m erreichen wir die Straße von Großvoigtsberg nach Hohentanne. Wir überqueren die Mulde. An der Brücke sind Wanderzeichen angebracht. Nach ca. 500m verlassen wir die Hauptstraße nach links. Unser Weg führt den “Muldenweg” weiter in Richtung Kleinvoigtsberg. Vorbei an Fachwerkhäuser erreichen wir nach ca. 400m eine Wegegabelung. An einer Fichte ist schwach ein Wanderzeichen zu erkennen. Der Weg führt uns nun nach links einen Wiesenweg entlang. Nach ca. 400m befindet sich eine Sitzgruppe am Weg. Ein Wanderzeichen ist vorhanden. Wir bleiben an der Mulde und erreichen Kleinvoigtsberg. Dieser kleine Ort ist ein um 1160 gegründetes Bauerndorf. Es entwickelte sich im 18. Und 19. Jahrhundert zu einer noch heute erkennbaren Bergarbeitersiedlung. Benachbart zur hohen Halde der Grube “Alte Hoffnung Gottes” liegt die denkmalgeschützte Anlage des Einigkeiter Treibschachtes. 1564 waren die Silbererzgruben “Molchen” und “Kaphan” in Gang. Sie standen von 1741 bis 1928 ununterbrochen in Betrieb. Anfang des 18. Jh. kam der “Alte Hoffnung Gottes “ Erbstollen in Aufnahme. Die Abbaue reichen bis ca. 560m unter Tage. Wir überqueren die Mulde erneut und erreichen, etwas rechts gelegen, ein weiteres bergbauliches Denkmal, den ehemaligen Schacht “Alte Hoffnung Gottes“. An der bergbaulichen Anlage befindet sich eine Sitzgruppe Der Radwanderweg Freiberger Mulde und unser Wanderweg führen gemeinsam weiter. Ein entsprechendes Radwegzeichen ist vorhanden. Wir kommen nach ca. 300m auf die Straße von Kleinvoigtsberg nach Obergruna. Die Straße an der Mulde entlang ist landschaftlich sehr schön gelegen. Links und rechts der Straße und der Mulde ragen zum Teil steile Felsen empor. Die Mulde hat ein tiefes Tal in den Berg geschnitten. Am Ende des Tals kommen wir auf die Straße von Reinsberg nach Siebenlehn. In der Nähe (ca. 100m rechts Reinsberg) sehen wir das “Zollhaus Bieberstein” eine ehemalige Gaststätte. Wir gehen aber nach links Richtung Siebenlehn, nach ca. 100m biegen wir nach rechts ein. Hier geht die Wanderroute weiter entlang der Freiberger Mulde, auf der Route des Radwanderweges Freiberger Mulde kommen wir an alteingesessenen Kleinunternehmen vorbei. Der Weg ist gut begehbar und auch befahrbar. Durch Laubwälder und Nadelwälder erreichen wir den Fuß der Siebenlehner Autobahnbrücke. Wir überqueren auf der neuerrichteten Holzbrücke die Freiberger Mulde. Auf der anderen Seite der Mulde erreichen wir einen weiteren Wanderweg (Markierung blauer Strich), die so genannte Grabentour von Nossen in Richtung Reinsberg. Der Weg führt durch landschaftlich schöne Gegend. Nach ca. 2,5km befindet sich eine Schutzhütte am Wegrand. Ca. 200m nach der Schutzhütte muss man auf den Weg nach rechts abbiegen. Nach ca. 2,0km kommen wir wieder zum “Zollhaus Bieberstein” zurück. Wir überqueren die Straße und gehen in Richtung Bieberstein. Wir bleiben auf der Alten Meißner Landstraße. Am Ortsausgang führt der weitere Weg nach Burkersdorf. Um Ansiedlungsmöglichkeiten für Bergleute und Lohnarbeiter zu schaffen, stellte 1675 der Grundherr von Bieberstein, Gotthelf Friedrich von Schönberg, 15 ha der Rittergutsflur zur Anlage einer Häuslersiedlung zur Verfügung. 1934 erfolgte die Umbenennung in Burkersdorf. Auf der Hochebene zwischen Burkersdorf und Halsbrücke gehen wir weiter vorbei an den Heidehäusern und kommen zu den Teichhäusern. Hier biegen wir nach links auf die Alte Meißner Landstraße ein. Wir bleiben auf dieser Straße und kommen wieder ins Muldental. Die Mulde überqueren wir wieder über die Altväterbrücke. Den Altväterberg hinauf erreichen wir die Erzstraße. Vorbei an der Saxonia Edelmetalle erreichen wir wieder den Ausgangspunkt unserer Wanderung.

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