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Sehenswertes in Sachsen

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Augustusburg

AugustusburgIm 11. Jahrhundert erfolgte auf dem 516 Meter hohen Schellenberg der Bau der Schellenburg. Die Entstehung der Stadt, welche noch bis 1899 den gleichen Namen trug, erfolgte etwa 2. Hälfte des 12. Jhrhunderts. Ein Brand vernichtete die Burg Mitte des 16. Jahrhunderts. Etwa 20 Jahre später ließ Kurfürst August durch den Leipziger Baumeister Hieronymus Lotter die Augustusburg als Jagd- und Lustschloss, im Baustil der deutschen Spätrenaissance, errichten. Blütezeiten, in denen die Burg bauliche Veränderungen erfuhr, wurden durch Kriegszeiten mit Plünderungen und Verwüstungen abgelöst. Im 19. Jahrhundert wurde das Schloss dann auf die verschiedenste Weise genutzt, so auch als Speicher, Pensionat und Forstverwaltung. Bauliche Erhaltungsmaßnahmen begannen erst 1948. Zu Beginn der 50er Jahre etablierte sich als erstes Museum eine heimatgeschichtliche Sammlung im Hasenhaus, die jedoch 1968 aufgelöst wurde.
In den darauffolgenden Jahren wurde das Schloss dann Heimstatt für verschiedene museale Einrichtungen. Seit 1.1.1992 ist der Freistaat Sachsen Eigentümer der historischen Anlage. Wer heute die Augustusburg besucht, dem bietet sich eine Fülle von Sehenswürdigkeiten, die nicht unbedingt den Exponaten gleichen, die üblicherweise in den Museumsräumen von Schlössern zu sehen sind.
Wer sich für Motorradsport und -geschichte interessiert, der kommt im Motorradmuseum voll auf seine Kosten. Hier werden Oldtimer-Raritäten wie beispielsweise der DKW Sport 500 und die grüngelbe "Böhmerland" aus dem Jahre 1937 gezeigt. Ein breites Spektrum an Motorrädern und auch moderne Zweiräder präsentieren sich dem Besucher.Augustusburg EingangstorWer dagegen die Vögel und die jagbaren Tiere des Erzgebirges kennenlernen möchte, für den lohnt sich ein Besuch im Hasenhaus des Schlosses. Etwa 120 verschiedene Arten sind hier in Dioramen ausgestellt. Die Kunstfertigkeit der hauseigenen Präparationswerkstatt macht es möglich, dass die Tiere in ihrer nachempfundenen Umgebung so aussehen, als wären sie echt.
Doch auch quicklebendige Tiere sind auf der Augustusburg zu finden, und zwar in der dort ansässigen Falknerei. Regelmäßig sind hier Vorführungen, die zeigen, mit welcher Geschicklichkeit die gefiederten Jäger ihrer Beute nachstellen.
Einen Besuch wert ist auch der Hasensaal. Einst befanden sich hier 94 Bilder des Dresdner Hofmalers Heinrich Göding. Heute sind allerdings nur noch 25 erhalten. Den Mittelpunkt der Ausstellung Jagd und Hofhaltung auf Schloss Augustusburg in der 2. Etage des Hasenhauses bildet der Venussaal. So ist die Darstellung des "Venusberg" als vollständige Raumausmalung einzigartig in der Wandmalerei des 16. Jahrhundert im gesamten deutschsprachigen Raum. In den angrenzenden Stuben wird sowohl die historische Funktion des Schlosses als auch seine Ausstattung und die Nutzung als Jagdschloss zur Zeit des Kurfürsten August erläutert. Des weiteren sind Jagdwaffen aus der Sammlung des Schlosses und Leihgaben aus den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden zu sehen.
Interessenten von edlen Gefährten kommen in zwei ehemaligen Stallräumen im Wirtschaftshof auf ihre Kosten. Dort werden Kutschen und Schlitten aus der Zeit des 18. bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts gezeigt. Die schwarz-gelbe Postkutsche ist hier genauso zu finden wie luxeriös ausgestattete "Berlinen". Parallel dazu wird gezeigt, dass beim Kutschenbau weit mehr als nur Wagenbauer oder Stellmacher beschäftigt waren. Erst ein Stab von Handwerkern, so beispielsweise Holzschnitzer, Maler, Vergolder, Tapezierer und Sattler, machten die Kutschen zu ästhetischen Meisterwerken.
Doch auch das Freigelände der Schlossanlage bietet eine Menge zu sehen, so unter anderem das Brunnenhaus für einen über 130,6 Meter tiefen Brunnen, wie er für alle Schloss- und Burganlagen überlebenswichtig war. Das Besondere der Augustusburg Brunnenhausist, dass hier ein Renaissancebau nicht als Erweiterung oder Umbau einer alten Schloss- oder Burganlage entstand. Vielmehr wurde er aus einer einheitlichen Konzeption entwickelt. Selbstverständlich ist auf Schloss Augustusburg das gesamte Jahr über Saison in punkto Kultur. Zu den vielfältigsten Veranstaltungen gehören unter anderem 50minütige Schlossführungen, Ausstellungen in der Galerie im Turm, Schlemmen im Augustuskeller, Bikertreffen, das Wandeln auf Lotters Spuren, Töpfermarkt, Schlosskonzerte und vieles andere mehr.
 

Bad Muskau

Bad MuskauIn der Neißeaue von Bad Muskau, an der polnischen Grenze, liegt dieser klassische Landschaftspark. Hermann Fürst von Pückler-Muskau begann 1815 mit der Anlage des Parks, den der Gartenbauarchitekt C. E. Petzold vollendete. Bis zum Verkauf der Standesherrschaft im Jahre 1845 wohnte Pückler in Muskau.
Zwei Drittel des Parkes mit einer Fläche von 545 ha sowie 55 km Parkwegen befinden sich heute, getrennt durch den Grenzfluß Neiße, auf dem Gebiet des Nachbarlandes Polen.
Rund 27 Kilometer Wanderwege führen Spaziergänger durch eine weiträumige Landschaft mit bis zu 200 Jahren alten Platanen, Rotbuchen, Linden und anderen Laubbäumen. Einen besonders schönen Blick in die Weite des Parks hat man von der Karpfenbrücke.
Das Alte Schloß, ein historisch wertvoller Renaissancebau, wurde völlig zerstört und bis 1980 wieder aufgebaut.
Das Neue Schloß, 1945 durch einen Brand zerstört, ist als Ruine zu besichtigen.
Aus der ehemaligen Schloßgärtnerei, unweit der Schloßruine, entstand das Tropenhaus. Mit seinen Pflanzen aus aller Welt ist es ein Anziehungspunkt für die Besucher. In der Parkanlage auf deutscher Seite verdienen das alte Schloss aus dem 14. Jahrhundert, die Bergkirche (Ende des 18. Jahrhunderts) und die Orangerie, 1840 nach einem Plan von Gottfried Semper errichtet, besondere Beachtung.
Die Parkanlage steht auf der Denkmalliste der UNESCO.

Das Alte Schloß

Bad Muskau Altes Schloss

Die Geschichte des Alten Schlosses, welches im 14. Jahrhundert erbaut wurde, ist nur wenig dokumentiert. Bis zur Errichtung des Neuen Schlosses diente es vorwiegend deutschen Rittern zur "Befriedung der unterworfenen Slawen". Später erfüllte es die Funktion eines Verwaltungsgebäudes bis zur Evakuierung im Februar 1945. Durch Kampfhandlungen bis auf die Umfassungsmauern zerstört, wurde es in den Jahren 1865-1980 wieder aufgebaut und beherbergt seitdem das Stadtmuseum, die Stadtbibliothek, ein Weinrestaurant, einen Konzertsaal sowie das Standesamt von Bad Muskau. Angeschlossen ist die Orangerie, die den Austragungsort verschiedener Veranstaltungen bildet.

Das Neue Schloß

Erbaut um 1530 erfuhr das Neue Schloß in der Folgezeit eine sehr turbulente Entwicklung. Wechselnde Besitzer und Zerstörungen, sei es durch einen Brand am Weihnachtsabend 1586 oder durch schwedische Soldaten im Jahre 1643, prägten die Anfangsjahre des Gebäudes. Der zwischenzeitlichen Wiederherstellung um 1590 folgte der Aufbau der Anlage 1645 unter Verwendung der alten Fundamente. In diesem Stadium übernahm Graf von Pückler, welchem 1822 der Bad Muskau Neues SchlossFürstentitel verliehen wurde, das Schloß und gestaltete den umliegenden Landschaftspark. Die Befestigungen wurden abgetragen und die Schloßrampe entstand. 1863 bis 1866 wurde das Neue Schloß im Neorenaissancestil umgestaltet und war im folgenden bis 1945 im Besitz derer von Arnim.
Ende des Zweiten Weltkrieges wurde das Schloß durch Brandstiftung bis auf die Grundmauern zerstört. Erst 1991, nach Überführung des Landschaftsparks mit den dazugehörigen Bauten in den Besitz des Freistaates Sachsen, begann man mit der Sanierung und dem Wiederaufbau. Die Arbeiten dauern bis heute an.

Bastei

BasteiDie zerklüftete Felsgruppe der Bastei überragt die Elbschlinge um knapp 200 Meter und gilt als das bekannteste Ausflugsziel der Sächsischen Schweiz. Von der steinernen Basteibrücke, die 1850/51 erbaut wurde, blickt man zu den Tafelbergen jenseits der Elbe. Von der Bastei nehmen mehrere beschilderte Wanderwege ihren Ausgang, wie etwa zu der Stadt Wehlen und dem Kurort Rathen, die an der Elbe zu Füßen der Bastei liegen. Der Lehrpfad Hohnstein erläutert kulturhistorische und geologische Besonderheiten der Region. Der im Norden des Nationalparks verlaufende Pfad führt von der Burg Hohnstein (im 12. Jahrhundert errichtet) über das Polenztal und die Wolfsschlucht bis zur Gautschgrotte, einem 40 Meter breiten und 30 Meter hohen Felsüberhang. Von den zahlreichen Tafelbergen der Sächsischen Schweiz ist der Lilienstein mit seiner ebenen Dachfläche und den senkrechten, 70 Meter hohen Wänden, der bekannteste. Eine Ausstellung im Amselgrund erklärt in spielerischer und ausführlicher Art und Weise die Natur des Nationalparks.
 

Glauchau

HinterglauchauIn unmittelbarer Nähe der Mulde errichteten um 1170 die Reichsministerialen von Schönburg die Glauchauer Burg. Heute nun steht auf einem Felsvorsprung an der rechten Muldenseite das Schloß Hinterglauchau, getrennt durch einen verfallenen Graben von Schloß Forderglauchau. Schloß Hinterglauchau geht, wie viele sächsische Schlösser, in seinen Anfängen auf eine unregelmäßig bebaute Burganlage des 12. Jahrhunderts zurück. Von 1527 bis 1534 entstand dann das Schloß Forderglauchau. Die beiden nebeneinandergelegenen Bauwerke im Renaissancestil bilden geschichtlich wie architektonisch eine Merkwürdigkeit, die unter anderem auf die Spaltung des Schönburger Hauses zurückzuführen ist. Noch heute ranken sich um die Schlösser am Ufer des Muldenstroms viele Geschichten und Legenden. Und auch museal hat die Schloßanlage so manches zu bieten. Seit 1940 befinden sich im Schloß Hinterglauchau Räume, die Sammelgut verschiedener Epochen beherbergen. Seit 3. Oktober 1991 präsentieren sich Museum und Kunstsammlung nach umfangreicher Sanierung und völliger Umgestaltung aller Ausstellungen im neuen Gewand. Gezeigt werden unter anderem Möbelstücke des 16. bis 19. Jahrhunderts, Malerei, Plastik und Graphik deutscher, französischer, italienischer und niederländischer Meister sowie Glas- und Porzellansammlungen. Außerdem kann sich der Besucher in zwei Kabinettausstellungen mit der Stadt- und Glauchau AnsichtSchloßgeschichte und mit Leben und Werk des in Glauchau geborenen Humanisten und Wissenschaftlers Georgius Agricola vertraut machen. Eine besondere Kostbarkeit sind zwei Figuren, welche der Zwickauer Holzschnitzer Peter Breuer für den Altarflügel des Schlosses geschaffen hat. Das Museum zeigt auch regelmäßig Sonderausstellungen zu historischen und kulturgeschichtlichen Themen. Sonderführungen, Lesungen, Vorträge und Konzerte gehören auch regelmäßig zur Öffentlichkeitsarbeit.

Bad Düben

Burg Bad DübenDie alte, über 1000jährige, Burg in Bad Düben gab nicht nur der Stadt und Region ihren Namen, sondern birgt auch ein bedeutendes Stück Geschichte. Als Eingang zum "Tal der Burgen" , welches sich in südlicher Richtung bis ins Plauener Vogtland entlang der Mulde erstreckt und als "Tor zur Dübener Heide" gehen ihre Wurzeln zurück in die Zeit, als Heinrich I. und seine Nachfolger slawische Gebiete besiedelten. Der bewehrte Muldeübergang sicherte die Straßen nach Leipzig und Richtung Wittenberg zur Elbe. Dort, wo im Jahre 1631 der Schwedenkönig Gustav Adolf II. mit dem brandenburgischen und dem sächsischen Kurfürsten Kriegsrat hielt, und schließlich mit den Verbündeten und 38.000 Soldaten in die Schlacht bei Breitenfeld vor Leipzig zog, präsentiert sich heute ein Landschaftsmuseum mit einer ansehnlichen Sammlung zu regionalen Ereignissen. Es ist in den Mauern einer Burg untergebracht, die bereits im Jahre 981 erstmals erwähnt wurde. Die noch vorhandenen Gebäude bilden allerdings heute nur noch einen Rest der ehemals mächtigen und wichtigen Burg, auf der Kaiser Napoleon im Oktober 1813 die drei schrecklichsten Tage seines Lebens verbrachte, weil er nichts von den Absichten des Feldherrn Blücher wußte. Bis zum 22. Mai 1815 gehörte Düben noch zum Königreich Sachsen.
Das Dübener Landschaftsmuseum wurde bereits in den Jahren 1950-53 von ortsansässigen Natur- und Heimatfreunden eingerichtet. Ganz besondere Beachtung wird den Ereignissen um Hans Kohlhase geschenkt. Wegen zweier Pferde geriet der Kaufmann in Streit mit dem kursächsischen Junker Günther von Zaschnitz. Und weil sich Kohlhase im Recht fühlte, vor Gericht jedoch kein Recht bekam, eröffnete er schließlich den Krieg gegen ganz Kursachsen.
Fazit: Im Jahre 1540 wurde der Kaufmann hingerichtet. Das Thema wurde nicht nur in zahlreichen Inszenierungen auf die Bühne gebracht, sondern auch regional wird ihm auf eine besondere Weise gedacht. So finden jedes Jahr im Spätsommer in Wellaune (Dübener Heide) auch die Michael-Kohlhaas-Festtage statt. Im Burggelände befindet sich jedoch noch eine Besonderheit: Seit 1964 ist vor Ort eine Schiffmühle zu besichtigen, die dank der Unterstützung vieler Dübener Bürger, Institutionen und Betriebe rekonstruiert wurde. Ansicht Burg Bad DübenSo ist die letzte Schiffmühle auf deutschem Boden heute noch als Anschauungsmittel für unsere kommende Generationen erhalten geblieben. Zu den jährlich wiederkehrenden Festen und Veranstaltungen in der Region gehören verschiedene Märkte, Naturparkfest, Gesundbrunnen- und Burgfest. 1999 gab es ein ganz besonderes Ereignis, da fand der 99. Deutsche Wandertag in der Dübener Heide statt.
 


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Überblick zu den schönsten Burgen und Schlössern in Sachsen - In der Übersichtskarte finden Sie detaillierte Informationen ...

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Überblick zu den schönsten Parks und Gärten in Sachsen - In der Übersichtskarte finden Sie detaillierte Informationen ...

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Überblick zu den interessantesten Museen und Galerien in Sachsen - In der Übersichtskarte finden Sie detaillierte Informationen ...

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