Sächsische Regionen
Zwickauer Mulde
Die Milda occidentalis, wie sie in alten Urkunden bezeichnet wird, beginnt ihren Lauf in der Kammregion des Westerzgebirges, unweit der kleinen Stadt Schöneck im Oberen Vogtland. Die rote Mulde und die Weiße Mulde - zwei kleine Bäche - bilden hier die Quellen der Zwickauer Mulde in etwa 800 Metern über dem Meeresspiegel. Das Quellgebiet der Roten Mulde liegt zwischen Tannenhaus und dem Sägewerk Schöneck in den sogenannten Lehmgruben. Von dort aus fließt der Bach in östliche Richtung zur Talsperre Muldenberg.Das Quellgebiet der Weißen Mulde befindet sich in den Wiesen des Ortsteils Kottenheide. Sie fließt nördlich durch den oberen und unteren Weißmuldenteich ebenfalls in die Muldenberger Talsperre, die zwischen 1920 und 1925 gebaut wurde. Etwa 100 Meter vor der Talsperre vereinigen sich die beiden Flüsse um sich nach der Muldenberger Talsperre gemeinsam als Zwickauer Mulde 128 Kilometer durch das Land zu schlängeln.
Bei Aue nimmt sie das Schwarzwasser auf und wechselt die Fließrichtung in Richtung Nordwest. Bei Zwickau verlässt sie das Erzgebirge, passiert Glauchau, Waldenburg, Penig, Lunzenau und Rochlitz und nimmt als größten Nebenfluss, in der Nähe von Wechselburg, die Chemnitz auf.
Nördlich von Colditz und Zschadraß vereinigt sie sich nach 166 km mit der Freiberger Mulde.
Die Nutzung des Wassers durch den Menschen ist so alt, wie die menschliche Gesellschaft selbst, waren doch die Wasserläufe schon immer von größter Wichtigkeit für das menschliche Leben, genutzt als Nahrungsquelle und Transportweg.

Bereits im 10. Jahrhundert wurde das Gebiet des Miriquidi (dunkler Wald) besiedelt. Im Zuge der deutschen Ostexpansion drangen deutsche Feudalherren auch in das Gebiet der Mulde vor und sicherten sich hier ihre Machtpositionen an den vorteilhaften Flussstraßen und seinem Uferland durch Burgen und Burgwarte. So entstanden an der Zwickauer Mulde erste Heeres- und Handelsplätze. Zwar waren die kriegerischen Auseinandersetzungen in dieser Region bei weitem nicht so heftig wie beispielsweise in der Elbregion, dennoch galt die Mulde mit ihrem näheren Uferraum als Grenzgürtel
Zschopautal
Ausgedehnte Waldgebiete, durchschnitten von Talsperren, wildromantischen Tälern, bizarren Felsmassiven, von blühenden Wiesenhängen mit klaren Bächen, sind als Urlaubsziele empfehlenswert. Aber nicht nur landschaftliche Schönheit, sondern auch historische Sehenswürdigkeiten und vielfältige touristische und sportliche Möglichkeiten erwarten Sie - Voraussetzungen für einen erholsamen Urlaub finden Sie auf alle Fälle links und rechts der Zschopau. Hier können Sie ein Stück unberührte Natur genießen, welches zum Erholen, Entspannen und Entdecken einlädt. Jede Jahreszeit bietet für jede Altersklasse spezielle Möglichkeiten für eine erfolgreiche Erholung.Nahezu die Hälfte der Fläche des Zschopautales sind Landschaftsschutz-Gebiete, eine Vielfalt von Objekten werden als Flächennaturdenkmale und Naturdenkmale geschützt.Ein weitverzweigtes Wanderwegenetz mit übersichtlich markierten Wegen läßt Spaziergänge und ausgedehnte Wanderungen zu einem nachhaltigen Naturerlebnis werden. Unweit von Zschopau befindet sich das Renaissanceschloß Augustusburg, ein beliebtes Ausflugsziel. Neben seinen musealen Einrichtungen, wie z.B. Motorradmuseum, Jagd-, Tier- und Vogelkundemuseum und Falknerhof, bietet es eine Vielzahl verschiedener Veranstaltungen. Die Kutschen-Sammlung zeigt Prunk- und Reisekutschen des Dresdner Hofes aus dem 18. und 19. Jahrhundert.
In Börnichen, zwischen Zschopau- und Flöhatal sowie unmittelbar am Wandergebiet Bornwald gelegen, zieht die Schwarzmühle manch neugierigen Besucher an. Hier trifft man den Besitzer, Herrn Martin, welcher das seltene Handwerk des Formstechens ausübt. Wie zu Großmutters Zeiten entstehen u.a. dekorative Butterformen.
Das Wahrzeichen der Bergstadt Zschopau ist Schloss Wildeck mit dem ältesten Bauwerk der Stadt, dem Bergfried "Dicker Heinrich". Im Schloss befinden sich verschiedene Ausstellungen und die Bibliothek.
Vielfältige Veranstaltungen können besucht werden. Von der 31m hohen Aussichtsplattform des "Dicken Heinrich" hat man einen herrlichen Rundblick über die reizvolle Stadt und ihre Umgebung. Das Besucher-Bergwerk ist zwar keine große Anlage, doch ist hier, unverfälscht durch spätere Aktivitäten, der mittelalterliche Bergbau mit Schlegel und Eisen, wie er vor über 200 Jahren betrieben wurde, zu sehen.
Zschopau ist auch als Motorradstadt weltbekannt. Jährlich findet im Herbst die traditionelle Enduro-Geländefahrt "Rund um Zschopau" statt.
Die Burganlage der Erlebnisburg Scharfenstein ist romantisch schön, voller Erlebnisse und Attraktionen. Mit dem einmaligen Museum "Sehnsucht nach dem Licht", wurde eine bedeutende Ausstellung erzgebirgischer Spielwaren und Volkskunst geschaffen, welche Groß und Klein anzieht.
Das Zschopautal bei Wolkenstein mit der Wolkensteiner Schweiz und dem Aussichtspunkt "Anton-Günther-Höhe" bietet für Spaziergänge und Wanderungen ideale Bedingungen.Burgen, Schlösser, Kirchen, alte Fachwerkhäuser, Mühlen und verschiedene Denkmale geben historisch interessierten Besuchern Anregungen zu Exkursionen in die Vergangenheit. Bergbauhistorische Zeugen fügen sich eindrucksvoll in die erzgebirgische Landschaft ein.
Die Erzgebirgische Volkskunst, wie Klöppeln, Schnitzen und Drechseln, die auch heute noch gepflegt wird, ist weit über die Grenzen des Landes bekannt.
Die Bereiche Kultur und Sport bieten für Erwachsene und Kinder vielfältige Möglichkeiten.
Besonderen Reiz hat natürlich die Weihnachtszeit. Ein abendlicher Bummel durch die Straßen und Gassen der Erzgebirgsdörfer und Städte läßt bei Groß und Klein Weihnachtsstimmung aufkommen. Auch die Winterzeit wollen wir nicht vergessen. Obwohl unsere Region nicht zu den schneesichersten Gebieten gehört, gibt es zahlreiche Möglichkeiten in der näheren Umgebung, um Wintersport zu treiben.
Besonders reizvoll ist auch ein Spaziergang durch den verschneiten Winterwald, bzw. lockt eine Pferdeschlittenfahrt Kinder ebenso wie Erwachsene hinaus in die verschneite Natur. Ein ganz besonderes Erlebnis in dieser Jahreszeit.
Bei all dieser Vielfalt an touristischen Möglichkeiten kommt die erzgebirgische Gastlichkeit nicht zu kurz. In den Orten laden gemütlich eingerichtete Zimmer, sei es in Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen oder in Privatzimmern, zur Übernachtung ein. An das leibliche Wohl ist ebenfalls gedacht. Gepflegte Gaststätten und Cafés erwarten Sie zum Verweilen und Verwöhnen.
Haben wir mit diesen wenigen Anregungen Ihr Interesse geweckt? Dann würden wir uns freuen, Sie zu einer Entdeckungsreise durch das Mittlere Zschopautal begrüßen zu können
Vogtland
Vereinigte Mulde
Beeindruckt steht man in der Auenlandschaft, wo zwei wichtige Flußtäler einmünden in das sich nordwärts in Richtung Grimma öffnende dritte, das Tal der Vereinigte Mulde. Genau an der Landspitze, die den Ort Sermuth trägt, fließen Zwickauer und Freiberger Mulde zusammen und vereinigen sich zur Mulde. Die Sermuther Flur war schon im 6. Jahrhundert besiedelt - wie vor- und frühgeschichtliche Funde belegen. In unserer Zeit hat die Stelle der Vereinigung beider Mulden wasserwirtschaftliche Bedeutung erlangt. Auf der Sermuther Landzunge ist vor dem Zusammenfluß ein Pumpenwerk errichtet worden, von dem 1962 täglich 150.000 Kubikmeter Wasser auf die Anhöhe bei Schönbach gepumpt werden.Der Thümmlitzwald bildet einen reizvollen Rahmen der Muldenlandschaft. Von Natur aus war der etwa 1300 Hektar umfassende Thümmlitz ein Laubwald mit Eichen, Buchen, Ahorn, Esche, Rüster, Hainbuche, Birke, Erle und Linde.
Ihr weiterer Lauf, als Mulde, Vereinte oder Vereinigte Mulde durch das Sächsische Hügelland führt an Grimma, Nerchau, Trebsen, Wurzen, Eilenburg vorbei.
Danach strömt sie rechts entlang des Auenwalds und des Planitzwalds. Immer ebener und ruhiger wird das Landschaftsbild. Schlösser, Klöster ziehen vorrüber.
Zwischen Dehnitz und Schmölen, wo einst vorgeschichtliche Siedler die günstige Wohnlage am Hochflächenrand bereits erkannt hatten, schuf die Mulde ein sogenanntes Durchbruchstal. Dieses Durchbruchstal ist während der Eiszeit entstanden. Die Mulde fließt bis Dehnitz in einem sehr engen Tal der Muldenaue zwischen den Terrassenrändern. Dann öffnet sich das Tal und die Mulde fließt in einem breiten Tal der Muldenaue.
Die Muldenaue entstand durch die Eiszeit. Die Eiszeit bildete das Urstromtal, durch das die Mulde fließt. Die Muldenaue entstand auch durch Flussablagerungen. Der Fluss ändert in der Aue ständig seinen Lauf. In der Muldenaue sind noch Altwässer der Mulde vorhanden. Die Muldenaue besteht vorwiegend aus Aulehm. Dort herrscht ein sehr feuchtes Klima. Große Nebelfelder sind besonders im Frühling und Herbst möglich. Die Aue dient als Weideland und es werden Zuckerrüben und Weizen angebaut.
In der Muldenaue sind sehr viele Auwälder (z. B. der Planitzwald) bzw. Auwaldreste (z. B. bei Trebsen; Zauche bei Altenbach) vorhanden. Besonders typisch für Aulandschaften sind die Eichen (zwischen Püchau und Canitz). In der Auenlandschaft stehen alte knorrige Eichen. Dies sind vor allen Dingen Stieleichen. Sie werden über 100 Jahre alt. Da die Eichen einzeln stehen, konnten sich die Stämme und die Kronen gut entwickeln. Die Eichen sind so robust, dass sie auch Hochwasser überstehen. Die Umweltbelastungen, besonders die Schadstoffe in der Luft, machen die Eichen sehr krank. Einige sind dadurch schon abgestorben. Für den Lebensraum der Aue ist es gut und richtig, wenn die toten Bäume an ihrem Wuchsort belassen werden. Abgestorbene Äste sind Anziehungspunkte für Greifvögel, Reiher, Kormorane und Krähen.
Die Vögel nehmen sie gern als Ruhe-, Verdau- und Schlafplatz an.Die Mulde schlängelt sich hier zwischen den kaltzeitlich geformten Hochuferlandschaften.
Hinter Bad Düben verlässt sie sächsisches und berührt sachsen-anhaltisches Gebiet. Östlich von Bitterfeld wird sie zum Muldestausee bei Pouch aufgestaut und fließt an Wolfen, Jeßnitz und Dessau vorbei. Die Mulde fließt durch Grubnitz weiter nach Kollau (Kollauer Wehr) und anschließend durch Eilenburg. Nördlich von Dessau und südlich von Roßlau (Elbe) mündet die Vereinigte Mulde nach 124 km in die Elbe
Schwarze Elster
Der Name Elster hat nichts mit dem Vogel zu tun, er ist slawischen Ursprungs und bedeutet Eilende („alstrawa“). Mit der aus Tschechien im Elstergebirge entspringenden und in die Saale fließenden Weißen Elster kommt die Schwarze Elster nicht in Berührung. Die Beinamen "weiß" und "schwarz" erhielten die Flüsse zur Unterscheidung. Die Schwarze Elster ist ein 179 Kilometer langer, rechter Nebenfluss der Elbe in den deutschen Bundesländern Sachsen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Der Fluss entspringt im Nordwestlausitzer Hügelland (Oberlausitz) zwischen Elstra und Bischofswerda - etwa an der A4. Nennenswerte Ortschaften an der Schwarzen Elster sind (Aufzählung flussabwärts) Elstra, Kamenz, Hoyerswerda, Senftenberg, Lauchhammer, Elsterwerda, Bad Liebenwerda, Falkenberg, Herzberg (Elster) und Jessen (Elster). Östlich von Lutherstadt Wittenberg mündet der Fluss bei Elster (Elbe) in die Elbe. Jedes Jahr im Mai führen die Schüler der 9. Klassen unter Anleitung von Lehrern der Mittelschule Elstra eine Gewässeruntersuchung an der Schwarzen Elster durch. Die Schwarze Elster ist ein reizvoller Flachlandfluß, im Oberlauf Kleinfluß, später Wanderfluß. Weite Strecken scheinbar endlose Geraden, an manchen Stellen auch verkrautet. Der Ursprung liegt südlich von Elstra. Ab Kamenz (Kilometer 15) ist sie bei leichtem Hochwasser fahrbar. Auf ihrer Länge von 175 Kilometern sind 17 Wehre und ettliche Schwellen zu bewältigen. Am Kilometer 106,5 fließt von links die Große Röder zu. Bei Kilometer 198,6 mündet die Schwarze Elster in die Elbe. Bei etwa Kilometer 64 fließt die Elster knapp 50 m am Senftenberger See vorbei
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